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Online-Therapieprogramm bei Essstörung
Im Rahmen der ARFID-Studie soll mit Curafida die Umsetzung und Wirksamkeit eines Online-Therapieprogramms zur Behandlung vermeidend-restriktiver Essstörungen (ARFID) von Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden.
Die Herausforderung
Kinder mit einer vermeidend-restriktiven Essstörung (ARFID) haben erhebliche Schwierigkeiten, eine ausgewogene Ernährung zu sich zu nehmen. Dies kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Entwicklungsverzögerungen und psychosozialen Belastungen führen. Die Versorgungssituation für betroffene Familien ist derzeit unzureichend, insbesondere da es an spezialisierten Therapiemöglichkeiten mit niedrigschwelligem Zugang fehlt.
Um dieser Herausforderung zu begegnen, wurde das digitale Therapieprogramm „ARFID” entwickelt, das Selbststudienmodule mit therapeutischer Begleitung kombiniert. Ziel ist es, eine effektive, evidenzbasierte Intervention anzubieten, die betroffenen Familien hilft, den Ernährungsalltag nachhaltig zu verbessern.
Die Lösung
Das internetbasierte Therapieprogramm „ARFID” besteht aus vier Therapiephasen mit insgesamt 12 Wochen Laufzeit. Es umfasst wöchentliche Online-Selbstlernmodule, die den Eltern Wissen und Tipps zum Umgang mit der Krankheit ihres Kindes vermitteln.
Darüber hinaus finden insgesamt vier Videotherapiesitzungen durch spezialisierte Therapeut/innen statt.
Eltern erhalten durchgehend verschiedene digitale Module, die ihnen helfen, ihre Kinder bestmöglich zu unterstützen. Dazu zählen unter anderem digitale Fragebögen in Form eines Nahrungstagebuchs, mit denen beobachtete Auffälligkeiten beim Essverhalten dokumentiert werden können. Diese können als Grundlage für die Videotherapiesitzungen zu Rate gezogen werden.
Zusätzlich führen Eltern und Kinder gemeinsam Aufgaben durch, die auf regelmäßige Auseinandersetzung mit Lebensmittel abzielen. Somit sollen Ängste und Sorgen gegenüber Nahrungsmittel abgebaut werden.
Struktur der Intervention
- Einleitung und Diagnostik
- Telefonisches Screening zur ersten Einschätzung
- Diagnostisches Videointerview zur Bestätigung der ARFID-Diagnose
Therapiephase (12 Wochen)
- 4x Videotherapie-Sitzungen
- 4x digitale Module für Eltern und Kinder mit Lerneinheiten und Aufgaben
- 4 Wochen Übungsphase mit Wiederholungseinheiten
- Wöchentliche Hausaufgaben zur Anwendung der Lerninhalte
Evaluation der Wirksamkeit
- Erneute diagnostische Messung nach Abschluss
- Fragebogenbasierte Symptom-Evaluation
- Langfristige Follow-up-Befragungen
Aktuelle Umsetzung
Das Therapieprogramm befindet sich in einer laufenden Testphase mit einer begrenzten Anzahl teilnehmender Familien. Die gesammelten Rückmeldungen werden kontinuierlich ausgewertet und fließen in die Weiterentwicklung der Plattform ein, um das Nutzererlebnis weiter zu verbessern.
Zu Beginn erfolgte der Zugriff auf die Curafida Plattform ausschließlich webbasiert. Die bisherigen Rückmeldungen zeigen jedoch, dass eine mobile Anwendung eine noch bessere Nutzungserfahrung ermöglichen würde. Viele Familien wünschen sich eine App, um flexibler auf Inhalte zugreifen zu können und die Therapie in den Alltag zu integrieren. Basierend auf diesem Feedback ist die Entwicklung einer Curafida App fest eingeplant.
Nach der Testphase wird eine Hauptstudie folgen, in der die Wirksamkeit der Intervention umfassender untersucht wird.
Fazit und Ausblick
Das digitale Therapieprogramm Curafida stellt einen innovativen Ansatz zur Behandlung von ARFID dar und ermöglicht betroffenen Familien eine niedrigschwellige, flexible und strukturierte Versorgung. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass der Ansatz auf großes Interesse stößt und die Akzeptanz hoch ist.
Mit der geplanten Weiterentwicklung, insbesondere der Integration einer mobilen Curafida App, kann das Programm noch nutzerfreundlicher gestaltet und die Reichweite weiter erhöht werden. Langfristig könnten weitere Einsatzmöglichkeiten, etwa in der Regelversorgung erörtert, werden.