Curafida Infocenter
- Tutorials
- Anwendungsbeispiele
- Herz-Kreislauf-Coaching zur Prävention
- Behandlungsprogramm zur geriatrischen Rehabilitation
- Telemonitoring bei Herzinsuffizienz
- Bewegungscoaching für Personen mit MS
- Telekonsil in der Dermatologie
- Gesundheitsförderung im Alter
- Präventionsprogramm bei Adipositas
- Televisite bei Parkinson
- Online-Therapieprogramm für Essstörung
- Virtuelles Behandlungsprogramm gegen chronische Schmerzen
- Digitale Versorgungskonzepte bei Post- und Long-COVID
- Bewegungstherapeutisches Angebot bei Krebserkrankung
- Inhalte
- Anforderungs- & Leistungskatalog
- Checkliste für die Einrichtung
- Glossar
- Handbuch
- Analyse und Monitoring
- Technische Daten & Infrastruktur
- Sicherheit und Datenschutz
- Release Notes
- Preismodell
- FAQ
- Support
Digitale Versorgungskonzepte bei Post- und Long-COVID
Die Herausforderung
Die Projekte
Das Projekt „Post-COVID-Rehabilitation“, kurz POSCOR, verfolgt das Ziel, die Versorgung von Patienten mit Post-COVID in Unterfranken durch die Bereitstellung eines telemedizinischen Versorgungspfades zu verbessern. Post-COVID-Patienten sollen hierdurch einen schnelleren Zugang zu geeigneten Rehabilitationsmaßnahmen sowie digitale Informations- und Unterstützungsmöglichkeiten erhalten. Die Curafida-basierte POSCOR-App ist ein Kernelement für die Umsetzung dieses Vorhabens.
Das Projekt „Digital unterstützte ambulant-medizinische Rehabilitation bei Long-COVID-Syndrom", kurz AmRe-LoCO, ermöglicht Long-COVID-Betroffenen in der Region Lahn-Dill die Teilnahme an einem hybriden Rehabilitationskonzept. Dieses kombiniert ambulante, fachärztliche und therapeutische Versorgungsangebote vor Ort mit einer telemedizinischen, an die Patientenbedarfe angepasste Betreuung über die Curafida-App. Das Versorgungskonzept von AmRe-LoCO ähnelt zwar einer ambulanten Rehabilitationsmaßnahme, jedoch müssen die Betroffenen keinen Rehabilitationsantrag stellen und können vorhandene regionale Versorgungsstrukturen nutzen. Hierdurch sollen Betroffene schnellere Unterstützung erhalten, Versorgungslücken abgebaut und Hausarztpraxen bzw. stationäre Rehabilitationseinrichtungen entlastet werden.
Die Lösungen
Die Funktionen von Curafida als App im Projekt AmRe-LoCo
- Therapiemodule und Lernkurse: Die Teilnehmer erhalten einen individuell abgestimmten Therapieplan aus virtuellen physio-, psycho-, und sporttherapeutischen Angeboten rund um Kraft, Ausdauer, Koordination und Gleichgewicht. In multithematischen Lernkursen erwerben sie Wissen im Hinblick auf Bewältigungsstrategien rund um das Long-COVID-Syndrom, z. B. zur Körperwahrnehmung, Energiemanagement oder Entspannung.
- Planer verschafft Überblick über Individuellen Versorgungsplan: Der persönliche Planer unterstützt die Teilnehmer bei der systematischen und selbstständigen Bewältigung der Therapie. Im Planer steht eine individuelle Übersicht über anstehende Aufgaben und Termine bereit. Außerdem verfügt er über eine Erinnerungsfunktion zur Erreichung der Tagesziele.
- Die App als Kommunikationskanal: Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich nach Terminvereinbarung mit Studienärzten via Videosprechstunde auszutauschen und per Chat Kontakt mit ihren Lotsen aufzunehmen. Außerdem können sie in digitalen Selbsthilfegruppen mit anderen Betroffenen ihre Erfahrungen mit Long-COVID teilen.
Die Funktionen von Curafida als App im Projekt POSCOR
- Vereinfachter Reha-Antrag: Post-COVID-Erkrankte können direkt in der POSCOR-App Schritt für Schritt einen vereinfachten Reha-Antrag ausfüllen. Die Beantragung einer passenden Reha-Maßnahme erfolgt dadurch Schritt für Schritt, benötigt nur wenige Klicks und hält hilfreiche Ausfüllhilfen bereit.
- Digitaler Begleiter vor, während und nach der Reha: Die App stellt Post-COVID-Patienten vier Wochen vor Reha-Beginn abgestimmte Lernkurse und Informationen zur Verfügung. Auch während der Reha und vier Wochen danach erhalten die Teilnehmer niedrigschwelligen Input.
- Übungskatalog: Durch ein breites Übungsangebot (u. a. Atem- und Entspannungsübungen) in der App können Patienten die Zeit bis zum Reha-Beginn durch symptomlindernde Techniken überbrücken.
- Lernkurse: Die Patienten absolvieren kurze Lerneinheiten und stärken so ihre Gesundheitskompetenzen in Hinblick auf ihre Post-COVID-Erkrankung. Die Teilnehmer erwerben Wissen rund um das Krankheitsbild Post-COVID und erhalten alltagsfreundliche Tipps zu Entspannung, Ernährung und dem Umgang mit Post-COVID-Symptomen.
- Symptomtagebuch als digitale Begleitung: Zur kontinuierlichen Dokumentation des Krankheitsverlaufs erfassen die Patienten ihre Symptome und ihr Befinden täglich sowie strukturiert in der App.
- Überblick im Planer: Der Planer stellt eine anwenderfreundliche Übersicht der zu absolvierenden Aufgaben, Lernvideos, Lerneinheiten und Formularen bereit. Zudem finden die Teilnehmenden dort regelmäßig einfache, gesunde Rezepte zum Nachkochen.
- Unterstützung bei der Reha-Nachsorge: Auch nach Abschluss der Reha haben die Teilnehmer Zugriff auf die Inhalte der Curafida-App. Die Plattform unterstützt die Post-COVID-Patienten im Rahmen der Reha-Nachsorge dabei, nachhaltig gesundheitsfördernde Routinen langfristig in den Alltag zu integrieren.
Die Umsetzung
Die Leitung im Projekt POSCOR übernimmt das Universitätsklinikum Würzburg (UKW). Die App, die Projektinhalte sowie eine begleitende Webseite entwickelt das ZTM in Zusammenarbeit mit dem UKW. Die Projektförderung erfolgt im Rahmen der Förderinitiative „Post-COVID-Syndrom 2.0“ des Bayerischen Gesundheitsministeriums. Patienten können sich über die Projektwebseite selbstständig für eine Teilnahme registrieren und über die dazugehörige App direkt den vereinfachten Reha-Antrag ausfüllen, sofern sie die erforderlichen Einschlusskriterien erfüllen.
Das Projekt AmRe-LoCo findet unter der Konsortialführung des Arzt-Netz für die Region Lahn-Dill e. V. als Förderprojekt des Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege statt. Für die wissenschaftliche Evaluation des Projekts ist die Technische Hochschule Mittelhessen zuständig. AmRe-LoCo wird als randomisiert-kontrollierte Interventionsstudie durchgeführt. Während die Interventionsgruppe das digital gestützte hybride Versorgungskonzept mit Case Management erhält, wird die Kontrollgruppe innerhalb der ambulanten Regelversorgung betreut. Beide Gruppen nehmen während der gesamten Studiendauer an regelmäßigen Erhebungen teil. Das Assessment potenzieller Teilnehmer in der zentralen Anlauf-/Koordinationsstelle des Projekt wird dabei durch Haus-/Facharztpraxen des ANR e. V. angestoßen.